Angst und Reaktionsbildung

Ein Beitrag zur alltäglichen und professionellen Konfliktbewältigung

Zusammenfassung

In Kommunikationssituationen aller Art tritt sehr häufig ein Phänomen auf, das bisher kaum in seiner Besonderheit aufgegriffen wurde, obwohl es im Grundlagenwerk der Gestalttherapie von Perls, Hefferline und Goodman schon recht klar eingeführt wurde: Die Reaktionsbildung. Wir charakterisieren in diesem Text Reaktionsbildung als eine Notfallreaktion mit Flucht-/Angriffs- bzw. Totstellreflexen, analysieren sie nach dem Quadrantenmodell von Ken Wilber aus vielen verschiedenen Perspektiven, fassen die uns bisher bekannten und plausiblen Erklärungsmodelle für Reaktionsbildung zusammen und zeigen Wege auf, wie wir diese auf Dauer sehr destruktiven und belastenden Kommunikationssituationen immer wieder überwinden können.

Gestalttherapie 2000, 14/1 - 14. Jahrgang - Heft 1 / 2000
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