Die Gestalttherapie als Chance, hyperaktive Kinder zu verstehen, auszuhalten und zu begleiten

Zusammenfassung

Das Unverstandene im Umgang mit hyperaktiven Kindern soll in diesem Manuskript in den Vordergrund gerückt werden; im Vergleich der aktuellen Tendenz zur Medikamentierung inhaltlich zu begegnen. Fünf Aspekte im Erleben hyperaktiver Kinder sollen dazu auch im therapeutischen Kontext erwähnt werden und durch Praxisbeispiele konkretisiert werden. Ein differenzierter Zugang zu hyperaktivem Verhalten soll dadurch auf gestalttherapeutischem Hintergrund angebahnt werden. „Es gibt zum Beispiel einen normalen Charaktertypus, bei dem die Impulse anscheinend so schnell in Bewegungen umgesetzt werden, dass kein Platz für Hemmungen dazwischen ist. Dies sind die ‘waghalsigen’ und die sprunghaften Temperamente, die vor Lebhaftigkeit überfließen und im Gespräch sprühen ...” (James, W. 1890, 800, Principles of Psychology; einführendes Zitat in: Holowenko, H. 1999).

Gestalttherapie 2001, 15/1 - 15. Jahrgang - Heft 1 / 2001
Seite 59 - 68