Und Ischa knurrte ...

Eine Collage von SINN, Feld und Gestalt mit drei Erzählungen (Teil 2)

Zusammenfassung

In dieser Collage von SINN-Bruchstücken begibt sich der Autor auf die Suche nach Verbindungen von »Gestalt« sowie »Feld« , und SINN. Diese beginnt bei der überraschenden Feststellung, dass es zu diesem Thema kaum explizite gestaltorientierte Literatur zu geben scheint. Er muss deshalb ganz von vorn anfangen und richtet die Frage nach dem SINN an andere, an seine Klienten und an sich selbst. Merkwürdigerweise fallen ihm dabei zwei eigene Therapien ein, die nicht gerade dem Ideal einer guten Gestalttherapie entsprechen. Und Ischa, sein ehemaliger Gestalt-Trainer, kommt ihm auch in den SINN: Immer wieder meldet der sich kritisch zu Wort. Schließlich stellt der Autor seine SINN-Fragen an Lewins Feldtheorie, die kurz zusammengefasst wird, sowie an Gestalttheorie und Gestalttherapie. Der erste Teil, der im letzten Heft erschien, begann mit der Erzählung »Ischa«, ließ erste Überlegungen über »SINN und Gestalttherapie« folgen, erzählte »Jörgs« Geschichte und klopfte schließlich Lewins »Lebensraum« bzw. »Feld« nach Bezügen zu SINN-Konzepten ab. Im jetzt folgenden Teil stellt der Autor seine SINN-Fragen an Gestalttheorie und -therapie. Anhand der Schilderung der Therapie mit »Josef« überprüft er, ob SINN notwendigerweise etwas mit »Prägnanz« oder »gutem Kontakt« zu tun haben muss. Am Ende spricht er sich gegen normative SINN-Hierarchien oder -Holarchien aus und tritt für die Schaffung von Matrizes ein, welche Anleitungen„bereitstellen können zur SINN-Suche (Heuristik) und SINN-Auslegung (Hermeneutik).

Abstract

And Ischa growled ... A collage about MEANING, field and gestalt including three stories (Part II). This second part deals with the question of MEANING in relation to Gestalt therapy and Gestalt theory. In the light of a therapeutic journey with one client — Josef — he wonders, if MEANING is related to Prägnanz and good contact. Finally he makes his case against normative hierarchies and holarchies of MEANING and proposes the creation of matrixes, as guidelines in the search for MEANING (heuristic) and in the interpretation of MEANING (hermeneutics).

Gestalttherapie 2006, 20/2 - 20. Jahrgang - Heft 2 / 2006
Seite 63 - 73