Gestalttherapie und die Wiederverzauberung der Welt

Zusammenfassung

Der Artikel verfolgt zwei Anliegen: Erstens wird unter Rekurs auf historische Schnittstellen und Umbrüche jeder Aspekt der Moderne kritisch beleuchtet, der im wesentlichen dazu beigetragen hat, daß existentielle Fragen nach Einheit, Ganzheit und Sinn ausgelagerten Instanzen überantwortet wurden. Zweitens wird das revolutionäre Potential der Gestalttheorie dargestellt, gerade diese Belange aus dem Bereich des Prinzipiellen zu befreien und wieder in den der subjektiven Verantwortung zu holen. Unter besonderer Berücksichtigung der Schriften des Philosophen Emmanuel Lévinas wird versucht, einen neuen Anstoß zu einer Ethik des Anderen zu geben.

Gestalttherapie 1997, 11/2 - 11. Jahrgang - Heft 2 / 1997
Seite 58 - 71