Schritte ins Leere

Leerstellen, Zwischenräume und Wendepunkte der Selbsterfahrung – eine (literarische) Collage

Zusammenfassung

Wie und unter welchen Umständen erleben Menschen die Leere? Wie wirkt es sich aus, in die Nähe einer Bedingung zu geraten, die sich gegen ihre Erfahrung sperrt? Der Autor verfolgt diese Fragestellung in verschiedene Richtungen, wohl wissend, dass bereits unzählige Variationen des Themas existieren. Wahrscheinlich gibt es triftigere Fragestellungen und sehr wohl viel differenziertere Bearbeitungen als die vorliegende assoziative Collage. Es war dem Autor aber daran gelegen, eine Momentaufnahme des Nachdenkens einzufangen mit den Verästelungen, die sich dabei ergeben haben. Die Arbeit an diesem Text war insofern selbst ein Schritt in Richtung Leere, die sich aber stetig dem Zugriff entzog, sich immer wieder mit Inhalt füllte. Mit diesem Paradox muss (nicht nur) der Autor leben.

Abstract

Stepping into the void. Gaps, spaces and turning points concerning self experience – a (literary) collage What are the preconditions for people to experience emptiness? What are the implications when one gets close to a condition, which is counter to once experience? The author is pursuing these questions, knowing full well that a lot of variations on the subject are already existing. And it is likely that there are more pressing questions and more differentiating treaties than this associative collage. It was, however, of great importance to the author to capture a moment of reflection and pursue the diversifications which ensue. The text is so to speak a step in the direction of the void. A void though, which could not be reached and was in the process continuously filled with content. A paradox presenting itself (not only) to the author

Leere - 22. Jahrgang - Heft 1 / 2008
Seite 6 - 32